EXPO 2010 – Schweizer Pavillon

 

Der Beitrag zum diesem internationalen Wettbewerb ist eine klare unverwechselbare Architekturplastik und entspricht in Material und Ausformulierung aller baulichen Komponenten, dem Bild, dass die Schweiz vermitteln will: innovativ, qualitätsbewusst, zukunftsorientiert auf der Basis gelebten Wissens und Handelns.

 

Die Grundrissstruktur ermöglicht sowohl variable und additive Nutzung als auch sich ergänzende Einzelveranstaltungen. Alle Erschließungszonen greifen ineinander. Besucherwege sind jederzeit zu variieren, übersichtlich und großzügig. Ein mediales Band begleitet diese, informiert, orientiert und kann in Bildfolgen Ausstellungsinhalte einführend ergänzen.

 

Materialität, Gestaltung der Oberflächen, Farben, das Spiel von Licht und Raum, die Wechselwirkung der Tageszeiten, die ineinander greifenden Nutzungen und Strukturen ermöglichen aktives Erleben bis hin zu meditativer Betrachtung, machen erfahrbar, welche Lebensbänder die Kulturen verbinden und wo sich zu nutzende Unterschiede aufzeigen.

 

Die Mitte des Pavillons, gebildet von den ineinander greifenden, unterschiedlichen Nutzungen umfassenden Wandscheiben, ist zentraler Verknüpfungspunkt. Von hier aus sind alle Elemente, alle Ebenen zu erreichen.

 

Das Großformatkino liegt im Herzen der Ausstellung im oberen Geschoß der nördlichen Gebäudeklammer. Es wird über großzügige, medial gestaltete Treppenräume erschlossen und über einen Ausstellungsbereich, der dem Themenkreis Innovation, Umwelt und Technik gewidmet ist. Durch das Kino führt der Rundgang zurück ins Erdgeschoß. Unter dem schwebenden Kubus des Filmsaales befindet sich ein dreidimensional interaktiver Ausstellungsbereich mit wechselndem Themenspektrum. Hier kann der Besucher verweilen, sich aktiv informieren, Fragen stellen und entdecken. Die Aktionen, die der Besucher selbst steuert, rufen Erstaunen und Neugier hervor, bringen gewünschte Lebendigkeit, wecken Wissensgier. Die Flächen um diesen zentralen Punkt sind dem Thema der Expo „Better City, Better Life“ gewidmet. Die Materialität der diesen Bereich umschließenden Wandscheiben, ihre Vielschichtigkeit, das Spiel des Tageslichtes prägen in Ruhe und Selbstverständlichkeit im bewussten Kontrast die lebendige Ausstellungszone.

 

Alle anderen Funktionen des Raumprogramms sind in dem der Ausstellungsfläche gegenüberliegenden Baukörper ausgewiesen. Wechselnde Ein- und Ausblicke, ineinander greifende Ebenen bestimmen die Gestaltung. Nutzungs- und Versorgungsstrukturen sind sinngemäß, wirtschaftlich miteinander verbunden.

 

Naturstein, Holz, Beton, Glas, Stahl, Wasser und „Grüne Wände“ prägen das Bild des Pavillons. Die „Wand-Klammer“, die den Eingang und den Restaurantbaukörper umfasst, zeigt in Mehrschaligkeit waagerechte Holzlisenen im Wechselspiel mit Stahl und Glas, begleitet von einer Wasserplastik, die zudem Innen- und Außenraum miteinander verknüpft. Die den Ausstellungsbereich umschließende „Wand-Klammer“ wird aus teils lichtdurchlässigen Gabionen errichtet, die partiell begrünt und durch Medientafeln rhythmisiert sind.